Friedhof

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Auf vier verschiedenen Friedhöfen haben die Nippeser im Laufe ihrer Geschichte ihre Toten bestattet.

Inhaltsverzeichnis

Kirchhof Niehl; Kirchhof Mauenheimer Straße

Bis 1859 gehörte Nippes zur Pfarrei St. Katharina in Niehl, daher fanden die Bestattungen aus Nippes zunächst auf dem Niehler Kirchhof statt. 1850 wurde dann die erste Nippeser Kirche eingeweiht, St. Mariä Himmelfahrt an der Mauenheimer Straße. Im selben Jahr wurde dort auch ein Kirchhof angelegt. Dieser musste schon im Jahr darauf erweitert werden, er war aber dennoch bereits 1867 so gut wie voll belegt.

Friedhof an der Bahnstrecke (Geldernstraße)

Die Gemeinde erwarb deshalb eine Feldflur an der Bahnstrecke der Cöln-Crefelder Eisenbahn, wo ein neuer Friedhof für Nippes angelegt wurde. 1869 war er belegbar. Erst ab 1870 wurden auch Protestanten auf dem neuen Friedhof bestattet. Schon 1880 wurde dieser Friedhof erweitert. Er war zunächst nur mit Hecken eingefasst und mit zahlreichen Bäumen bestanden und lag mehr oder weniger auf freiem Feld (die Geldernstraße wurde erst 1894 fertiggestellt). Im Jahre 1886 wurde auf dem Friedhofsgelände ein Kriegerdenkmal errichtet. Um dieses zu schützen, bekam der Friedhof ein abschließbares Tor und auf der Südseite eine Ziegelmauer.

Ab 1895 war auch dieser Friedhof voll belegt; Beerdigungen wurden immer schwieriger. 1896 wurde schließlich der Kölner Nordfriedhof fertiggestellt, und der sollte dann auch für Tote aus Nippes zur Verfügung stehen. Ab 1899 durften auf dem Friedhof an der Geldernstraße keine Reihengräber mehr angelegt werden; private Bestattungen in Einzelgräbern hat es dort jedoch noch bis mindestens 1918 gegeben.

Nordfriedhof und „Geldernpark

Spätestens seit dem Ende des 1. Weltkriegs nimmt also der Kölner Nordfriedhof die Nippeser Toten auf. Der alte Friedhof wurde nach seiner „Stilllegung“ etwas vernachlässigt, obwohl ein von der Stadt angestellter Friedhofsgärtner sich um die Anlage zu kümmern hatte. Mit Ausbruch des 2. Weltkriegs wurde dann die Parkpflege dort ganz eingestellt. Im Krieg wurde das Gelände, insbesondere das Kriegerdenkmal, stark zerstört; 1946 wurden die noch vorhandenen Grabaufbauten und die Reste des Denkmals abgeräumt. Das Gelände, das seit 1969 zum Stadtteil Bilderstöckchen gehört, blieb zunächst recht verwildert, bis dann im Jahre 1981 dort eine Grünanlage mit Spielplatz eingerichtet wurde – der Geldernpark.

Literatur:

Heinz-Detlef Dunkel: Bilderstöckchen…auch ein Stadtteil. (S. 29ff.). Sb-Verlag, Köln 1993