Safarowsky

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2 Stolpersteine vor dem Haus Thüringer Straße 3; Erinnerung an Rudolf und Rosa Safarowsky

Rudolf Safarowsky (* 1903 in Leipzig) und seine spätere Ehefrau Rosa, geb. Reiff, verh. Scheer (*1914 in Düsseldorf) sind Nippeser Opfer des Nationalsozialismus. Sie waren als Mitglieder der KPD kommunal, regional und international tätig. Beide hatten ihren Wohnsitz für mehrere Jahre in der Thüringer Straße Nr. 3.

Rudolf Safarowsky war von 1929 bis 1932 Kölner Stadtverordneter für die KPD. Er war über Nippes hinaus sehr bekannt. 1933 geht er zunächst in den Untergrund, wird aber bald darauf von der Gestapo verhaftet. Es folgen mehrere „Aufenthalte“ in Haftanstalten, schließlich wird Rudolf Safarowsky ins KZ Esterwege deportiert, von wo er 1936 als kranker Mann entlassen wird. 1939 wird er erneut verhaftet und ins KZ Oranienburg verbracht, 1941 wieder entlassen. Am 17. 3. 1943 wird er in der südlichen Kölner Altstadt (Vor den Siebenburgen) auf offener Straße von zwei Gestapo-Leuten erschossen.

Rosa Scheer lernt ihren späteren Ehemann 1932 kennen. Beide leisten aktiven Widerstand gegen die immer mächtiger werdenden Nationalsozialisten; Rosa wird 1933 angeklagt wegen Landfriedensbruchs, später noch wegen Hochverrats, und zu Zuchthaus verurteilt. 1935 wird sie aus dem Zuchthaus entlassen, 1936 heiratet sie Rudolf Safarowsky; die beiden wohnten in der Thüringer Straße Nr. 3 und bekamen 1937 einen Sohn. – Nach der Ermordung ihres Ehemanns (1943) wird Rosa Safarowsky als Zeugin der Mordtat wieder verhaftet. Sie stirbt am 12. 3. 1945, kurz vor der Befreiung, im KZ Sachsenhausen bei einem Fliegerangriff.

Zur Erinnerung an Rudolf und Rosa Safarowsky sind vor dem Haus Thüringer Straße 3 zwei Stolpersteine in den Gehweg eingelassen. Sie wurden gestiftet vom Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V.

Literatur: