Karl Eckermann

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Dr. Karl Eckermann (*1880, †1958) war von 1931 bis 1945 Schulleiter des Nippeser Gymnasiums. Vorher war er als Lehrer am Realgymnasium Lindenthal tätig. Bekannt wurde Eckermann als Herausgeber der Neuedition des seinerzeit sehr verbreiteten Unterrichtswerks „Learning English“ (Erstausgabe 1924 bei Teubner/Leipzig; neu herausgegeben 1946 bei Klett). Als Schulleiter des Nippeser Gymnasiums leistete Eckermann, obwohl er NSDAP-Mitglied war, einen gewissen Widerstand gegen die Durchdringung der Schule mit NS-Ideologie. So wurde er 1934 von dem damaligen Kölner Schul-Beigeordneten Niemeyer bei der Schulaufsichtsbehörde in Koblenz denunziert: Die „großen Reden des Führers“ seinen am Nippeser Gymnasium „noch nie einwandfrei zu hören“ gewesen; außerdem würden HJ-Mitglieder „schulisch benachteiligt“.[1]

Nachfolger von Dr. Eckermann als Schulleiter des Nippeser Gymnasiums wurde Dr. Friedrich Schlupp.

  1. s. Joachim Trapp, Kölner Schulen in der NS-Zeit. Köln 1994; S. 50