Gymnasium: Unterschied zwischen den Versionen

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Dr. [[Karl Eckermann]], der 1931 Schulleiter geworden war, verstand es, die Schule noch längere Zeit vor antisemitischen Übergriffen der [[Nippes in der NS-Zeit|Nazi-Behörden]] zu bewahren.  Im [[Nippes im 2. Weltkrieg|2. Weltkrieg]] wurde das Schulgebäude durch Bomben schwer beschädigt, insbesondere am 30./31. Mai 1944. Im Sommer 1944 wurde dann der Unterricht ganz eingestellt. ''[[Eckermann]]'' wurde Mitte 1945 pensioniert.
 
Dr. [[Karl Eckermann]], der 1931 Schulleiter geworden war, verstand es, die Schule noch längere Zeit vor antisemitischen Übergriffen der [[Nippes in der NS-Zeit|Nazi-Behörden]] zu bewahren.  Im [[Nippes im 2. Weltkrieg|2. Weltkrieg]] wurde das Schulgebäude durch Bomben schwer beschädigt, insbesondere am 30./31. Mai 1944. Im Sommer 1944 wurde dann der Unterricht ganz eingestellt. ''[[Eckermann]]'' wurde Mitte 1945 pensioniert.
  
Schon Ende November 1945 wurde im Nippeser ''Gymnasium'' wieder unterrichtet: Zunächst fanden „Sonderkurse“ statt, z.B. für ehemalige „Luftwaffenhelfer“. Ab 1950 gab es wieder „normale“ Abiturprüfungen; die Schule hieß damals „Humanistisches Gymnasium Köln-Nippes“, seit 1952 „Städtisches Neusprachliches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig Köln-Nippes“. Die Koedukation wurde im Schuljahr 1972/73 eingeführt; das Gymnasium bekam den Namen „Städtisches Gymnasium Köln-Nippes“. Seit 2010 heißt es „Leonardo-da-Vinci-Gymnasium“.
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Schon Ende November 1945 wurde im Nippeser ''Gymnasium'' wieder unterrichtet: Zunächst fanden „Sonderkurse“ statt, z.B. für ehemalige „Luftwaffenhelfer“. Ab 1950 gab es wieder „normale“ Abiturprüfungen; die Schule hieß damals „Humanistisches Gymnasium Köln-Nippes“, seit 1952 „Städtisches Neusprachliches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig Köln-Nippes“. Sternwarte und Planetarium wurden von ehemaligen Schülern und dem Lehrer [[Herrmann Gundermann]] in ehrenamtlicher Eigenleistung in den Jahren von 1959 bis 1966 erbaut. Sie werden bis heute weiterhin ehrenamtlich durch Lehrer und ehemalige Schüler betrieben und instand gehalten.
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Die Koedukation wurde im Schuljahr 1972/73 eingeführt; das Gymnasium bekam den Namen „Städtisches Gymnasium Köln-Nippes“. Seit 2010 heißt es „Leonardo-da-Vinci-Gymnasium“.
  
 
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Im Schulgebäude sind zwei Sternwarten (auf dem Turm seit 1964 und auf dem Flachdach seit 1965) und ein Planetarium (im Keller; seit 1966) untergebracht. Der ehemalige ''Luftschutzkeller'' beherbergt neben dem Planetarium zwei Vortragsräume und die Werkstätten der Sternwarte.
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Im Schulgebäude sind zwei Sternwarten (auf dem Turm seit 1964 und auf dem Flachdach seit 1966) und ein Planetarium (im Keller; seit 1966) untergebracht. Der ehemalige ''Luftschutzkeller'' beherbergt neben dem Planetarium zwei Vortragsräume und die Werkstätten der Sternwarte.
  
 
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Version vom 25. August 2022, 15:13 Uhr

Das Nippeser Gymnasium, Fassade von Westen her gesehen. 2007

Das Nippeser Gymnasium heißt seit 2010 „Leonardo-da-Vinci-Gymnasium“ und liegt an der Nordseite des Leipziger Platzes.

Geschichte

1903 wurde die Schule als „Realprogymnasium“ gegründet. Die ersten Jahrgänge wurden noch im Anbau der evangelischen Volksschule Steinbergerstraße unterrichtet, aber der Neubau des Gymnasiums, Blücherstraße 15-17, konnte dann 1908 eingeweiht werden. Die Schule wurde zum „Realgymnasium“; im Jahre 1910 fand die erste Abiturprüfung statt. 1914 wurden Pläne des Kölner Beigeordneten-Kollegiums bekannt, dass die Schule "Görres-Gymnasium" genannt werden sollte - Joseph Görres, der Begründer des "Rheinischen Merkur", war ein streitbarer katholischer Publizist. Dieses Vorhaben veranlasste die Evangelische Kirchengemeinde Nippes zu energischem Protest, und die Stadt nahm von der beabsichtigten Umbenennung Abstand. - 1933 wurde dann der Antrag gestellt, das Gymnasium umzubenennen in „Blücher-Gymnasium“; der Antrag wurde jedoch von der zuständigen Behörde abgelehnt. Im Zuge einer nationalsozialistischen Schulreform bekam die Schule die Bezeichnung „Städtische Oberschule für Jungen“.[1]

Dr. Karl Eckermann, der 1931 Schulleiter geworden war, verstand es, die Schule noch längere Zeit vor antisemitischen Übergriffen der Nazi-Behörden zu bewahren. Im 2. Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bomben schwer beschädigt, insbesondere am 30./31. Mai 1944. Im Sommer 1944 wurde dann der Unterricht ganz eingestellt. Eckermann wurde Mitte 1945 pensioniert.

Schon Ende November 1945 wurde im Nippeser Gymnasium wieder unterrichtet: Zunächst fanden „Sonderkurse“ statt, z.B. für ehemalige „Luftwaffenhelfer“. Ab 1950 gab es wieder „normale“ Abiturprüfungen; die Schule hieß damals „Humanistisches Gymnasium Köln-Nippes“, seit 1952 „Städtisches Neusprachliches Gymnasium mit altsprachlichem Zweig Köln-Nippes“. Sternwarte und Planetarium wurden von ehemaligen Schülern und dem Lehrer Herrmann Gundermann in ehrenamtlicher Eigenleistung in den Jahren von 1959 bis 1966 erbaut. Sie werden bis heute weiterhin ehrenamtlich durch Lehrer und ehemalige Schüler betrieben und instand gehalten. Die Koedukation wurde im Schuljahr 1972/73 eingeführt; das Gymnasium bekam den Namen „Städtisches Gymnasium Köln-Nippes“. Seit 2010 heißt es „Leonardo-da-Vinci-Gymnasium“.

Ausstattung

Im Schulgebäude sind zwei Sternwarten (auf dem Turm seit 1964 und auf dem Flachdach seit 1966) und ein Planetarium (im Keller; seit 1966) untergebracht. Der ehemalige Luftschutzkeller beherbergt neben dem Planetarium zwei Vortragsräume und die Werkstätten der Sternwarte.

Literatur

  • Lehrerkollegium der Schule (Hrsg.): 50 Jahre Städtisches Neusprachliches Gymnasium Köln-Nippes (Festschrift zur 50-Jahrfeier am 5. Juli 1953). Köln 1953
  • Winfried Schumacher: Die Reife im Nationalsozialismus. Abiturthemen im Nippeser Gymnasium während der Nazizeit. in: Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V. (Hrsg): De Fahn erus! Köln-Nippes im Nationalsozialismus. Köln 1997, S. 183 - 210

weblink:

Homepage der Schule Homepage des Planetariums


  1. Der Name "Blücher-Gymnasium", den man auch heute noch oft hört, war also niemals "offiziell".


Die Vorderseite des Leonardo-da-Vinci Gymnasiums 2015, Turm mit Sternwarte