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	<title>NippesWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Baudriplatz&#039;&#039;&#039; liegt zwischen der [[Christinastraße]] und der [[Turmstraße]]. Er umgibt die Kirche [[St. Marien]] und die kleine Terrasse, die sich östlich an sie anschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der &#039;&#039;Baudriplatz&#039;&#039; ein Teilstück der 1888 angelegten [[Elisabethstraße]], die 1892 in [[Thüringer Straße]] umbenannt wurde und seit 1896 den heutigen Namen trägt. Benannt ist der Platz nach den Brüdern &#039;&#039;Johann Anton Baudri&#039;&#039; (1804 – 1893) Weihbischof von Köln, der die St.-Marienkirche 1882 einsegnete und &#039;&#039;Peter Ludwig Friedrich Baudri&#039;&#039; (1808 – 1874) Maler und Reichstagsmitglied.&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Baudristraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lokale:===&lt;br /&gt;
[[Café Eichhörnchen]], Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen/Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Baudriplatz&#039;&#039;&#039; liegt zwischen der [[Christinastraße]] und der [[Turmstraße]]. Er umgibt die Kirche [[St. Marien]] und die kleine Terrasse, die sich östlich an sie anschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Baudriplatz ein Teilstück der 1888 angelegten Elisabethstraße, die 1892 in Thüringer Str. umbenannt wurde und seit 1896 den heutigen Namen trägt. Benannt ist der Platz nach den Brüdern Johann Anton Baudri (1804 – 1893) Weihbischof von Köln, der die St.-Marienkirche 1882 einsegnete und Peter Ludwig Friedrich Baudri (1808 – 1874) Maler und Reichstagsmitglied.&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Baudristraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lokale:===&lt;br /&gt;
[[Café Eichhörnchen]], Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen/Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<title>Baudristraße</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Baudris11-1.jpg|150px|thumb|right|Baudristraße Richtung Westen, mit Blick auf den [[Baudriplatz]] und die Kirche [[St. Marien]] ]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Baudristraße&#039;&#039;&#039;, eine recht kurze Straße, verläuft in Ost-West-Richtung und verbindet die [[Neusser Straße]] mit dem [[Baudriplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die Baudriplatz ein Teilstück der 1888 angelegten Elisabethstraße, die 1892 in Thüringer Str. umbenannt wurde und seit 1896 den heutigen Namen trägt. Benannt ist die Straße nach den Brüdern Johann Anton Baudri (1804 – 1893) Weihbischof von Köln, der die St.-Marienkirche 1882 einsegnete und Peter Ludwig Friedrich Baudri (1808 – 1874) Maler und Reichstagsmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen/Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<title>Baudristraße</title>
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		<updated>2014-01-13T12:49:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Baudris11-1.jpg|150px|thumb|right|Baudristraße Richtung Westen, mit Blick auf den [[Baudriplatz]] und die Kirche [[St. Marien]] ]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Baudristraße&#039;&#039;&#039;, eine recht kurze Straße, verläuft in Ost-West-Richtung und verbindet die [[Neusser Straße]] mit dem [[Baudriplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war die Baudriplatz ein Teilstück der 1888 angelegten Elisabethstraße, die 1892 in Thüringer Str. umbenannt wurde und seit 1896 den heutigen Namen trägt. Benannt ist die Straße nach den Brüdern Johann Anton Baudri (1804 – 1893) Weihbischof von Köln, der die St.-Marienkirche 1882 einsegnete und Peter Ludwig Friedrich Baudri (1808 – 1874) Maler und Reichttagsmitglied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen/Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<id>http://wiki.archiv-koeln-nippes.de/index.php?title=Baudriplatz&amp;diff=4229</id>
		<title>Baudriplatz</title>
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		<updated>2014-01-13T12:48:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Baudriplatz&#039;&#039;&#039; liegt zwischen der [[Christinastraße]] und der [[Turmstraße]]. Er umgibt die Kirche [[St. Marien]] und die kleine Terrasse, die sich östlich an sie anschließt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Baudriplatz ein Teilstück der 1888 angelegten Elisabethstraße, die 1892 in Thüringer Str. umbenannt wurde und seit 1896 den heutigen Namen trägt. Benannt ist der Platz nach den Brüdern Johann Anton Baudri (1804 – 1893) Weihbischof von Köln, der die St.-Marienkirche 1882 einsegnete und Peter Ludwig Friedrich Baudri (1808 – 1874) Maler.&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Baudristraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Lokale:===&lt;br /&gt;
[[Café Eichhörnchen]], Nr. 2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßen/Plätze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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	<entry>
		<id>http://wiki.archiv-koeln-nippes.de/index.php?title=Nippes_in_der_NS-Zeit&amp;diff=4170</id>
		<title>Nippes in der NS-Zeit</title>
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		<updated>2013-12-07T11:05:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Geschichte von &#039;&#039;&#039;[[Nippes]] in der NS-Zeit&#039;&#039;&#039; unterscheidet sich nur wenig von der anderer [[Köln]]er Vororte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wahlen in den 30er Jahren==&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen bis Ende 1932 weisen die Wahlergebnisse von [[Nippes]], verglichen mit denen von [[Köln]] insgesamt, kleine, aber konstante Unterschiede auf: Die NSDAP und das &#039;&#039;Zentrum&#039;&#039; erzielen in &#039;&#039;Nippes&#039;&#039; leicht höhere Prozentwerte als in Gesamt-Köln, die SPD und die KPD schneiden dagegen etwas schlechter ab. Sowohl bei der Reichstagswahl vom 31. Juli als auch bei der vom 6. November 1932 erzielte (in &#039;&#039;Nippes&#039;&#039; und in &#039;&#039;Köln&#039;&#039;) das &#039;&#039;Zentrum&#039;&#039; deutlich mehr Stimmen als die NS-Partei. Bei der Reichstagswahl vom 5. März 1933, bei der es von Seiten der NS-Organisationen erheblichen politischen und publizistischen Druck gegeben hatte, war dann allerdings die NSDAP nicht nur im Reich, sondern auch in Köln und in Nippes stärkste Partei, aber im Reich kam sie auf 44%, in Köln „nur“ auf 33%, in Nippes auf 36%&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Die Stellen hinter dem Komma sind auf- oder abgerundet.&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßennamen in Nippes==&lt;br /&gt;
Auch in Nippes wurden, wie in anderen Kölner Stadtteilen, Straßen und öffentliche Orte nach &amp;quot;Helden&amp;quot; der NS-Bewegung benannt. Besonders auffällig ist in dieser Hinsicht das &amp;quot;[[Afrika-Viertel]]&amp;quot;, dessen Straßen 1938 fertiggestellt wurden. Sie wurden 1939 nach Personen benannt, die sich in den deutschen Kolonien in Afrika (vor 1918) teils sehr zweifelhaften Ruhm erworben hatten&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Einige dieser Straßennamen wurden 1990 geändert&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erzbergerplatz]] wurde 1933 wieder umbenannt in &#039;&#039;[[Königin-Luise-Platz]]&#039;&#039; (so hatte er geheißen bis 1923, war aber dann umbenannt worden). Die NS-Bewegung betrachtete Erzberger als &amp;quot;Verrräter&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==NS-Organisationen in Nippes==&lt;br /&gt;
[[Datei:NS-org.jpg|200px|thumb|right|NS-Ortsgruppe: Organisationsschema]]&lt;br /&gt;
In Köln bildete sich bereits 1922 eine Gruppe der NSDAP, zu der der spätere Gauleiter [[#Gauleiter Josef Grohé|Josef Grohé]] gehörte. Ende 1922 wurde die Partei verboten, 1925 wurde sie neu gegründet. Im Rheinland gibt die Partei eine eigene Zeitung heraus, den „[http://de.wikipedia.org/wiki/Westdeutscher_Beobachter Westdeutschen Beobachter]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der früheste Beleg für NS-Aktivitäten (Parteimitglieder oder Sympathisanten) in [[Nippes]] verweist auf das Jahr 1926; es gab damals in Köln eine Ortsgruppe (OG) mit fünf „Sektionen“. Eine eigene OG wurde in Nippes wohl erst 1932 gegründet. Nach 1933 wuchs die Partei auch in Nippes rapide an, und es wurden drei OGs gebildet: „OG Nippes“, „OG Leipziger Platz“ und „OG Sechzig“. Den Partei-OGs zugeordnet waren Ortsgruppen anderer NS-Organisationen wie „Hitlerjugend“, „BDM“ und „NS-Frauenschaft“. „SA“- und „SS“-OGs konnten sich in Nippes organisatorisch nicht etablieren. Unterhalb der Organisationsebene „Ortsgruppe“ gab es noch „Parteizellen“ und „Parteiblocks“;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des [[Nippes im 2. Weltkrieg|Krieges]] bekamen die Partei-OGs zusätzliche organisatorische Aufgaben. Das führte unter anderem dazu, dass ihre Zahl vergrößert wurde. Im Jahre 1939 z.B. gab es im Stadtteil Nippes insgesamt zehn NS-OGs; im Jahre 1944 gab es anscheinend nur noch zwei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gauleiter Josef Grohé==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Josef Grohé&#039;&#039; hat in der und durch die NS-Partei eine rasante Karriere durchlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geboren wurde er am 6. 11. 1902 in &#039;&#039;Gemünden&#039;&#039; (Hunsrück), 1919 zieht er um nach [[Köln]]. 1922 tritt er der NSDAP bei und ist Mitgründer der Ortsgruppe Köln. Ein Jahr später übernimmt er die Einkaufsabteilung der [[Nippes]]er Firma [[Hönig]] GmbH. 1924 wird in seiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung in [[Nippes]], [[Kempener Straße]] 42, der „Westdeutsche Beobachter“ gegründet. Schon 1926 ist Grohé dann Hauptschriftleiter bei dieser Zeitung und 1929 Mitglied des Kölner Stadtrats. 1931 ernennt ihn Hitler zum Leiter des „Gaus Köln-Aachen“; 1933 wird er preußischer Staatsrat und Mitglied des Reichstags. In Nippes lebt Grohé nur kurze Zeit. 1931 wohnt er im Haus der Geschäftsstelle der NSDAP, Filzengraben 2-4. 1934 zieht er um nach Braunsfeld, nicht viel später in eine Villa in Lindenthal. Nach dem Ausbruch des [[Nippes im 2. Weltkrieg|Krieges]] steigt er weiter auf: 1942 wird er „Reichskommissar“. In alles seinen Funktionen unterdrückt er politisch Andersdenkende mit harter Hand und sorgt mit Nachdruck für die Deportation von Juden; er hat eine direkte Telefonleitung zum Führerhauptquartier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1945 die Aliierten an den Rhein heranrücken, befiehlt er die Sprengung der Kölner Brücken, flieht mit einem Motorboot über den Rhein und setzt sich ins Rechtsrheinische ab. Nach Kriegsende flüchtet er unter falschem Namen, wird aber entdeckt und kommt vor Gericht. Verurteilt wird er zu einer Gefängnisstrafe; da ihm aber eine „Internierungszeit“ von vier Jahren und 28 Tagen angerechnet wird, verlässt er den Gerichtssaal als freier Mann. 1987 stirbt er in Köln-Brück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== NS-Terror, Denunziationen und politische Prozesse==&lt;br /&gt;
Schon kurz nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten nahmen gewaltsame Übergriffe von Nationalsozialisten gegen „politische Gegner“ deutlich zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Beispiel 1&#039;&#039;: Im Februar 1933 wird in der [[Xantener Straße]] nachts ein mutmaßlicher Kommunist aus einer Gruppe von SA-Männern heraus erschossen. Der Schütze wird zwar vor Gericht gestellt, aber es wird Straffreiheit gewährt, weil das Gericht davon ausgeht, dass er „in dem Bestreben gehandelt hat, der nationalen Erhebung zu dienen“.&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Beispiel 2&#039;&#039;: Am 24. 2. 1933 werden die SA-Männer Spangenberg und Winterberg von unbekannten Tätern erschossen. Dem daraufhin erfolgten „Rachefeldzug“ fällt unter anderem ein KPD-Mitglied zum Opfer, das gerade in Nippes zu Besuch war. Obwohl der Mann ein Alibi hat und ihm eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden kann, wird er zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.&lt;br /&gt;
Im März 1933 werden dann die „Sondergerichtshöfe“ geschaffen, die speziell für „politische Delikte“ zuständig sind und in deren „Rechtssprechung“ immer mehr Fälle geraten. Die Akten dieser Gerichtshöfe sind erhalten, aber nur unzureichend ausgewertet. In den Jahren 1933 bis 1945 waren nach Aktenlage aus [[Nippes]] 624 Personen, eine Firma und eine Körperschaft von solchen Ermittlungsverfahren betroffen. Es ging um Anzeigen wegen „kommunistischer Umtriebe“, Verstöße gegen das „Heimtückegesetz“ und (ab 1939) Verstöße gegen Kriegsstrafrechts-Verordnungen. Es ist erkennbar, dass nicht wenige Ermittlungsverfahren durch Denunziationen von Nachbarn, Kollegen oder Verwandten zustande gekommen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Juden in Nippes==&lt;br /&gt;
Eine jüdische Kultusgemeinde gab es in [[Nippes]] nicht. Gläubige jüdische Familien suchten sich eine Wohnung in der Nähe einer Synagoge, also in der Innenstadt oder in Ehrenfeld. Die „Juden“, die in Nippes wohnten, dürften keinen besonderen Bezug zur jüdischen Religion gehabt haben, einige waren auch zu einem der christlichen Bekenntnisse konvertiert. Es gab Geschäfte in Nippes, deren Besitzer jüdischer Herkunft waren; das bekannteste war das [[Kaufhof#Entstehung|Kaufhaus Bluhm]] in der [[Neusser Straße]] (heute: [[Kaufhof]]). Für die Bevölkerung spielte aber, nach Aussagen mehrerer Zeitzeugen, die Unterscheidung zwischen „jüdischen“ und „arischen“ Geschäften vor 1938 keine Rolle. In der Reichspogromnacht, der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, wurden jedoch viele „jüdische“ Geschäfte in Nippes verwüstet oder in Brand gesteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1941 wurden Juden systematisch in bestimmte Häuser, sogenannte „Judenhäuser“, zwangsumgesiedelt. In Nippes dürfte das Haus [[Auguststraße]] 14 ein solches „Judenhaus“ gewesen sein.&lt;br /&gt;
Ab 1941 erfolgten dann systematische Deportationen von Juden in die Vernichtungslager. Insgesamt wurden aus Nippes 109 Personen jüdischer Herkunft deportiert; die meisten von ihnen wurden umgebracht. Vor den Häusern, in denen sie gewohnt haben, erinnern in vielen Fällen [[Stolpersteine]] an die Opfer des Terrors.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonders bemerkenswerten Fall stellt die Geschichte des evangelischen Kirchenmusikers [[Julio Goslar]] dar, der als Jude verfolgt wurde. Er überlebte den Holocaust.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nippeser [[:Kategorie:Kirchen|Kirchengemeinden]] im Nationalsozialismus==&lt;br /&gt;
Bei der Nippeser [[Evangelische Kirchengemeinde|Evangelischen Kirchengemeinde]] zeigt der „Fall [[Julio Goslar]]“ exemplarisch, wie die nationalsozialistische Presse und die „Deutschen Christen“ den Druck auf das Presbyterium so lange erhöhten, bis eine Entscheidung in ihrem Sinne ausfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vier [[Katholische Pfarrgemeinden|katholischen Pfarrgemeinden]] von [[Nippes]] glaubten sich zunächst durch das Reichskonkordat einigermaßen geschützt, sahen sich dann aber zunehmend Schikanen ausgesetzt. Sehr oft ging es da um die (kirchliche) Jugendarbeit. Es gab einzelne Persönlichkeiten aus dem Nippeser Klerus, die einen mutigeren Widerstand gegen das NS-Regime gewagt haben, wie etwa [[Heinrich Cürten]], seit 1931 Kaplan von [[St. Bonifatius]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Abituraufgaben am Nippeser Gymnasium, 1932 – 1946==&lt;br /&gt;
Die Abiturakten des [[Gymnasium|Nippeser Gymnasiums]] sind nahezu vollständig erhalten. Eine Durchsicht der Themenstellungen und der Schülerarbeiten erwies sich als aufschlussreich. Es lässt sich beobachten, wie traditionell „humanistische“ Wert- und Normvorstellungen von nationalsozialistischer Ideologie verdrängt oder überlagert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufgaben für das Abitur 1933 unterscheiden sich nicht wesentlich von denen vorheriger Jahrgänge. Die Formulierung der Aufgaben fand ja bereits Ende 1932 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Abitur 1934 gibt es im Fach Deutsch (u.a.) folgende Themen:&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Der Spruch „Blick hinter dich! Denn dorther stammt die Kraft, die im Vergangnen wurzelnd das Zukünft’ge schafft.“ soll im Rahmen des nationalsozialistischen Gedankengutes gewürdigt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Mein Held (nach Dichtung oder Sage oder Geschichte)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
#&#039;&#039;Einige biologische Grundtatsachen und ihre nationalpolitische Bedeutung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Thema (2) wurde sechs Mal bearbeitet. Folgende „Helden“ wurden von den Abiturienten gewählt: Adolf Hitler (dreimal); Siegfried (als Vorbild für Hitler, einmal); Horst Wessel (einmal); Friedrich Nietzsche (einmal). Bei Thema (3) erscheint erstaunlich, dass es im Fach &#039;&#039;Deutsch&#039;&#039; gestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abitur 1935 (Deutsch) u.a.:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Welchen Sinn hat das Leistungsabzeichen der HJ?**&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fach Deutsch werden zunehmend Gliederungen und Nacherzählungen literarischer Werke verlangt – Analysen oder Interpretationen fehlen ganz oder sind stark gelenkt. Auch in den nichtsprachlichen Fächern wirkt sich die Politik deutlich auf die Aufgabenstellungen aus. So gibt es etwa 1936 im Fach Mathematik Aufgaben, die die Berechnung der Flugbahn eines Artilleriegeschosses oder des Volumens eines Luftschutzraumes fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1940 gibt es im Fach Deutsch immer mehr „Kriegsthemen“ wie&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Was berechtigt das deutsche Volk zum Glauben an den Sieg?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Der deutsche Rundfunk im gegenwärtigen Kriege&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Sogar ein Text von Hitler ist Gegenstand einer Abiturprüfung in Deutsch:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Adolf Hitlers Ausführungen über den geschichtlichen Werdegang des deutschen Volkes auf dem Parteitag 1935 sind in eigener Form darzustellen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Abitur 1943 werden die Themen spärlicher. Für 1944 sind nur zwei Themen für Deutsch dokumentiert, für 1945 keine mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende werden schon 1946 „Sonderlehrgänge“ für ehemalige Flakhelfer eingerichtet. Diese hatten meist nur eine Versetzung in die Klasse 8, und durch einen „Sonderlehrgang“ konnten sie nachträglich das Abitur erwerben. Ein Deutschthema der Abiturprüfung von 1946 lautet:&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Können Kunst und Dichtung dem deutschen Volk in seiner heutigen Not helfen?&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zwangsarbeiter==&lt;br /&gt;
Belegt ist, dass es im Stadtbezirk [[Nippes]] mindestens 17 [[Zwangsarbeiterlager]] gegeben hat. Die aus ihren Heimatländern deportierten Arbeiter/innen haben bei verschiedenen [[:Kategorie:Betriebe|Betrieben]] gearbeitet, u.a. auch bei [[Clouth]] und beim [[EAW]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Widerstand==&lt;br /&gt;
===KPD und KPD-nahe Organisationen===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nippes&#039;&#039; war zwar in den 1930er Jahren nicht gerade eine Hochburg der KPD, aber es gab doch Wohnviertel und Betriebe, in denen die Kommunisten stark waren. Die Gegend um die [[Xantener Straße]] wurde auch „Klein-Moskau“ genannt, und in der Reichstagswahl vom 6. 11. 1932 erreichte die KPD im Stadtteil &#039;&#039;Nippes&#039;&#039; immerhin 23%. Die KPD-nahe „RGO“ („Revolutionäre Gewerkschafts-Opposition“) war besonders stark in der Gummifabrik [[Plaat]] ([[Niehler Straße]] 312), während sie bei [[Clouth]] nicht Fuß fassen konnte. Im [[EAW|Reichsbahnausbesserungswerk]] dagegen war sie im Betriebsrat vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 1933 wurde die KPD und die ihr naherstehenden Organisationen zerschlagen. Personen, die als Kommunisten bekannt waren, wurden dann einzeln vor Gericht gestellt, meist wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ oder wegen „Heimtücke“. Insgesamt sind 82 im Stadtteil Nippes wohnende Männer und Frauen im Zusammenhang mit kommunistischen Aktivitäten verhört, inhaftiert oder verurteilt worden.&lt;br /&gt;
1933 und 1934 versuchte die Partei, sich in der Illegalität neu zu formieren. In Köln spielte dabei eine Gruppe um den ehemaligen KPD-Reichstagskandidaten Rudolf [[Safarowsky]] eine Rolle. Die Gruppe wurde aber bald gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1933 unternahm das NS-Regime auch den entscheidenden Schlag gegen die RGO in der Firma [[Plaat]]: Auf die Denunziation eines Belegschaftsmitgliedes hin wurde 32 Arbeiterinnen und Arbeiter (etwa 10% der gesamten Belegschaft) an &#039;&#039;einem&#039;&#039; Tage festgenommen. Dennoch wurden in diesem Betrieb und in seiner Umgebung bis Anfang 1935 Klebezettel mit anti-nazistischen Parolen gefunden, was zu neuen Hochverratsprozessen gegen [[Plaat]]-Arbeiter führte. Sie endeten mit Zuchthausstrafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nippeser „Edelweißpiraten“===&lt;br /&gt;
[[Datei:PX-heil.jpg|100px|thumb|right|&amp;quot;XP HEIL&amp;quot;, an eine Mauer gemalt; 1943]]&lt;br /&gt;
1940, kurz nach [[Nippes im 2. Weltkrieg|Kriegsbeginn]], wurde die „Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend“ erlassen: Jugendlichen unter 18 Jahren wurde damit verboten, sich nach Einbruch der Dunkelheit auf öffentlichen Orten aufzuhalten. Betroffen sind vor allem parteiferne Jugendgruppen, die sich in Köln seit Herbst 1939 gebildet hatten. Sie werden von staatlicher Seite meist den „[https://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten Edelweißpiraten]“ zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nippes treffen sich seit Sommer 1942 Jugendliche auf dem [[Leipziger Platz]] und in seiner Umgebung, um ihre Freizeit frei von HJ- und BDM-Reglementierungen zu gestalten. Einige aus dieser Gruppe malen Parolen wie „PX“ oder „Heil Navajo“ nachts an Häuserwände. Im Dezember 1942 findet eine Polizeirazzia gegen diese „Edelweißpiraten“ statt; 15 Jugendliche werden dabei festgenommen und nach Brauweiler verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur:==&lt;br /&gt;
*[[Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V.]] (Hrsg.): ...de Fahn erus! Köln-Nippes im Nationalsozialismus. Köln 1997&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]  [[Kategorie:Übersichtsseiten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<title>Schulgebäude Turmstraße</title>
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		<updated>2013-12-07T11:01:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:SchulTurm11-1.jpg|200px|thumb|right|Schulgebäude [[Turmstraße]] vom vorderen Schulhof her, Richtung Westen]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Schulgebäude [[Turmstraße]]&#039;&#039;&#039; (Nr. 3 - 5), errichtet 1907 bis 1909, beherbergte ursprünglich eine Volksschule. Seit 1991 sind dort verschiedene Institutionen untergebracht, unter anderem (teilweise) das [[Bürgerzentrum Nippes]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Um 1900 wuchs die Einwohnerzahl der Kölner Vororte rasant an, und so entstand auch in [[Nippes]] Bedarf an neuen [[Schulen in Nippes|Schulen]]. 1907 bis 1909 wurde an der [[Turmstraße]] ein neues Schulgebäude errichtet: Im Erdgeschoss waren u.a. zwei Klassen und eine Lehrküche untergebracht; in den drei darüber liegenden Etagen befanden sich je sechs Klassenräume. Zu der Schule gehörte auch ein Brausebad, das an den Wochenenden von den Bewohnern von [[Nippes]] genutzt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nippes in der NS-Zeit|Ab 1934]] wurden missliebige Lehrer zwangsversetzt oder zwangspensioniert. Davon war auch die &#039;&#039;Schule Turmstraße&#039;&#039; betroffen: [[Johannes Zylka]], bis dahin Rektor der [[Schule Auguststraße]], wurde 1934 seiner Schulleiterfunktion enthoben und an die Volksschule Turmstraße versetzt. Wenige Wochen darauf starb er an Herzversagen. &lt;br /&gt;
Von 1913 an bis zur Erreichung der Altersgrenze war Theodor Bützler Schulleiter der Volksschule Turmstraße. Er ist Mit-Autor des 1911 erschienen Buches „Kleine illustrierte Geschichte der Stadt Köln“.  An seine Stelle trat &#039;&#039;Dr. Coenen&#039;&#039;, ein aktiver Nationalsozialist.&lt;br /&gt;
Während des [[Nippes im 2. Weltkrieg|Krieges]] ruhte dann der Schulbetrieb; das Gebäude diente verschiedenen Zwecken. Unter anderem war dort auch ein [[Zwangsarbeiterlager]]. Am 9. 7. 1943 wurde das Schulgebäude durch Bomben schwer beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde das Gebäude wieder aufgebaut und wurde dann bis 1970 von der Ingenieurschule (Staatsbauschule) genutzt, danach war dort für einige Jahre eine Hauptschule untergebracht. Dann schloss die Schulverwaltung diese Schule, und das Gebäude stand zunächst leer. Seit 1991 beherbergt das Gebäude einen Teil des [[Bürgerzentrum Nippes|Bürgerzentrums Nippes]], außerdem zog dort 1995 die &#039;&#039;Freie Schule e.V.&#039;&#039; ein, die dann aber 1997 ins [[Köln]]er &#039;&#039;Agnesviertel&#039;&#039; verlegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit (Stand: &#039;&#039;Herbst 2011&#039;&#039;) nutzen – abgesehen vom [[Bürgerzentrum Nippes]] – folgende Institutionen und Vereine das &#039;&#039;&#039;Schulgebäude Turmstraße&#039;&#039;&#039;:&lt;br /&gt;
*“Zentrum für zeitgenössischen Tanz“ (eine Abteilung der [http://www.hfmt-koeln.de/ Hochschule für Musik und Tanz, Köln])&lt;br /&gt;
*Abteilung „Regionalschule Nord“ der [http://www.stadt-koeln.de/5/rheinische-musikschule/ Rheinischen Musikschule Köln]&lt;br /&gt;
*“[http://www.fluechtlingszentrum.de/index.html Fliehkraft – Kölner Flüchtlingszentrum]“&lt;br /&gt;
*&amp;quot;[http://www.laenderkontakte.de/adresse-67741-infos.htm Deutsch-Türkischer Kultur- und Kunstverein e.V.]&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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		<title>Safarowsky</title>
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		<updated>2013-12-07T10:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sinz: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Safar12-01.jpg|200px|thumb|right|2 [[Stolpersteine]] vor dem Haus [[Thüringer Straße]] 3; Erinnerung an Rudolf und Rosa Safarowsky]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rudolf Safarowsky&#039;&#039;&#039; (* 1903 in Leipzig) und seine spätere Ehefrau &#039;&#039;&#039;Rosa&#039;&#039;&#039;, geb. &#039;&#039;Reiff&#039;&#039;, verh. &#039;&#039;Scheer&#039;&#039; (*1914 in Düsseldorf) sind [[Nippes]]er Opfer des [[Nippes in der NS-Zeit|Nationalsozialismus]]. Sie waren als Mitglieder der KPD kommunal, regional und international tätig. Beide hatten ihren Wohnsitz für mehrere Jahre in der [[Thüringer Straße]] Nr. 3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Rudolf Safarowsky&#039;&#039; war von 1929 bis 1932 [[Köln]]er Stadtverordneter für die KPD. Er war über [[Nippes]] hinaus sehr bekannt. 1933 geht er zunächst in den Untergrund, wird aber bald darauf von der Gestapo verhaftet. Es folgen mehrere „Aufenthalte“ in Haftanstalten, schließlich wird &#039;&#039;Rudolf Safarowsky&#039;&#039; ins KZ Esterwege deportiert, von wo er 1936 als kranker Mann entlassen wird. 1939 wird er erneut verhaftet und ins KZ Oranienburg verbracht, 1941 wieder entlassen. Am 17. 3. 1943 wird er vor seinem Haus in Nippes von zwei Gestapo-Leuten erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rosa Scheer&#039;&#039;&#039; lernt ihren späteren Ehemann 1932 kennen. Beide leisten aktiven Widerstand gegen die immer mächtiger werdenden Nationalsozialisten; Rosa wird 1933 angeklagt wegen Landfriedensbruchs, später noch wegen Hochverrats, und zu Zuchthaus verurteilt. 1935 wird sie aus dem Zuchthaus entlassen, 1936 heiratet sie &#039;&#039;Rudolf Safarowsky&#039;&#039;; die beiden wohnten in der [[Thüringer Straße]] Nr. 3 und bekamen 1937 einen Sohn. – Nach der Ermordung ihres Ehemanns (1943) wird &#039;&#039;Rosa Safarowsky&#039;&#039; als Zeugin der Mordtat wieder verhaftet. Sie stirbt am 12. 3. 1945, kurz vor der Befreiung, im KZ Sachsenhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erinnerung an Rudolf und Rosa &#039;&#039;Safarowsky&#039;&#039; sind vor dem Haus [[Thüringer Straße]] 3 zwei [[Stolpersteine]] in den Gehweg eingelassen. Sie wurden gestiftet vom [[Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur:===&lt;br /&gt;
*Kathi &#039;&#039;Bücken&#039;&#039;: Todesursache Überzeugung – Rudolf Safarowsky und Rosa Scheer. In: [[Archiv für Stadtteilgeschichte Köln-Nippes e.V.]] (Hrsg.): …De Fahn erus! Köln-Nippes im Nationalsozialismus. Köln 1997, S. 103 - 110.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Sinz</name></author>
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